Innung Bonn · Rhein - Sieg seit 1925

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Geschichte

2008 Vorstand

Innungsobermeister bis 11/2008 Michael Gierlich, sein Stellvertreter Hans-Werner Bärhausen. Beide wurden am 13.11.2008 zu Ehrenobermeister ernannt. Seit 11.2008 neuer Obermeister Guido Odenthal.

2000 Vorstand

Vereinbarungsgemäß haben der Obermeister und der stellvertretender Obermeister am 01.07.2000 ihre Ämter getauscht. Innungsobermeister ist seitdem Michael Gierlich, sein Stellvertreter Hans-Werner Bärhausen.

1997 Fusion

Die Fusion ist perfekt. Am 13. November erfolgt im Rahmen der Innungsversammlung die Wahl von Hans-Werner Bärhausen zum Innungsobermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima Bonn • Rhein-Sieg. Satzungsgemäß wird er nach 2 ½ Jahren sein Amt mit dem stellvertretenden Obermeister Michael Gierlich tauschen.

1995 Kooperation

Beschluss der SHK-Innungen Bonn und Rhein-Sieg ab dem 1. Januar 1996 zu kooperieren. Ab dem 1. Januar werden gemeinsame Haushaltspläne aufgestellt und die Beitrags- und Gebührensätze angeglichen. Die Kooperation soll sich bis zum 31. Dezember 1999 erstrecken. Ziel dieser Kooperation ist die Fusion. Im gleichen Jahr finden bereits zwei gemeinsame Vorstandssitzungen statt.

1979 Fachstempel?

Über die Einführung eines Fachunternehmerstempels, „von dem in Zukunft die Auftragserteilung durch Bauherren, Architekten usw. wesentlich abhängen wird“, wird in der Mitgliederversammlung kontrovers diskutiert. Sicherlich auch, weil dieser „für die meisten Betriebsinhaber eine zweite Meisterprüfung erforderlich“ machen würde. Nötig schien dem Fachverband ein solcher Stempel vor allem, weil in den folgenden Jahren der Austausch der Hälfte aller Heizkessel erforderlich wurde und nur die von Fachunternehmen durchgeführten Arbeiten vom Staat im Rahmen eines Energiekostensparprogramms bezuschusst werden sollte.

1978 Hauptamtlicher Obermeister?

Bei der Mitgliederversammlung am 7. Dezember wurde die Frage aufgeworfen, ob man einen hauptamtlichen Obermeister verpflichten sollte. Es blieb bei der Frage, denn schnell wurde klar, „dass die finanzielle Ausstattung eines solchen Postens die Leistungsmöglichkeiten einer Innung erheblich übersteige“, so das Protokoll der Sitzung.

1973 Lehrlingswerbung

Man wirbt um die Lehrlinge! Jugendarbeitslosigkeit ist eben glücklicherweise noch kein Thema. Im Protokoll der Innungsversammlung vom 18. Januar heißt es: „Man kam allgemein zu der Auffassung, dass es dringend notwendig sei, die Herren vom Arbeitsamt für den Beruf des Sanitär- und Heizungstechnikers zu interessieren.“

1972 Überbetriebliche Lehrlingsausbildung II

Und wieder wird die überbetriebliche Lehrlingsausbildung gelobt. Anlässlich der Innungsversammlung am 15. Juni kann man angesichts der Ereignisse der Gesellenprüfung zufrieden feststellen, „dass sich die Leistungen im praktischen Teil der Prüfung gebessert haben. Dies ist wohl auf die überbetriebliche Ausbildung zurückzuführen.“

Klima

Herr Kröschel vom Fachverband sagt auf einer Innungsversammlung laut Niederschrift unter anderem: „Er zeigt die Problematik auf, die sich insbesondere auf dem Sektor Lüftungs- und Klimatechnik auftue. Gerade auf diesem Sektor sei in den nächsten Jahren eine völlige neue technische Orientierung zu erwarten.“

1971 Kompetenzstreitigkeiten

Am 15. Januar setzen sich Installateure und Heizungsbauer mit Schornsteinfegern an den runden Tisch und bemühen sich darum, Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen. Zu Gast ist der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Köln, Herr Schief, der mit drei Bezirksmeistern zum Gespräch kommt. Innungsmitglieder beklagen sich darüber, dass einzelne Schornsteinfeger ihren Kompetenzbereich überschreiten und bestimmte Brennerfabrikate empfehlen. Obermeister Schief will alles daran setzen, dass so etwas nicht mehr vorkommt.

1970 Überbetriebliche Lehrlingsausbildung I

Auf der Innungsversammlung vom 9. Juni wurde festgestellt, „dass die Kurse im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung das Leistungsniveau auch im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk angehoben haben.“

1969 Namentliche Folgen

Die kommunale Gebietsreform und deren namentliche Folgen finden Einzug in die Innungssatzung: statt „Installateur-Innung des Siegkreises“ heißt es seit dem 1. September in Paragraph 1, Absatz 1 „Installateur-Innung des Rhein-Sieg-Kreises.“ Knapp zwei Monate später ändert sich der Name der Innung. Auf Beschluss der Jahreshauptversammlung heißt die Innung ab dem 27. Oktober nicht mehr „Installateur-, Klempner-, Zentralheizungsbauer-, und Kupferschmied-Innung“, sondern schlicht und ergreifend „Innung Sanitär- und Heizungstechnik“.

1968 Lehrlinge

In diesem Jahr gab es in der Innung des „Siegkreises“ insgesamt 69 Lehrlinge, davon 47 Installateur-Lehrlinge und 22 Heizungsbauer-Lehrlinge.

Überbetriebliche Ausbildung

Außerdem beschließt die Jahreshauptversammlung: „Die Lehrlinge des Installateur- und Heizungsbauerhandwerks im Siegkreis haben an der überbetrieblichen Ausbildung der Lehrlinge in geschlossenen Wochenkursen teilzunehmen.“

1966 Beitritt

Auf der Jahreshauptversammlung beschließt die Innung, dem Verein „Gewerbeförderungseinrichtung“ beizutreten und den Gründungsbeitrag zu bezahlen.

1964 Konjunkturbericht

Der Konjunkturbericht 1964 der Klempner-, Installateur-, Zentralheizungsbauer und Kupferschmiedeinnung des Siegkreises meldet Positives: „Den Installationshandwerkern kommt der wachsende Aufwand für Hygiene und technischen Komfort zugute. Im modernen Haushalt sind heute mehr kW elektrischer Leistung installiert als in manchen kleinen Gewerbebetrieb. (...) Bezeichnet ist der Zug der Nachfrage zu den teuren farbigen Badewannen und Klosetts. (...) der Klima- und Lüftungsanlagenbau gewinnt ständig an Bedeutung.“

1962 Betriebsferien

In diesem Jahr plante man, die Betriebsferien des kommenden Jahres bei allen Betrieben gleichzeitig durchzuführen.

1958 Wie viele Gesellen?

Die Innung hat in diesem Jahr 77 Mitglieder. Der Innungsvorstand hat einige Probleme, die Zahl der Gesellen aller Betriebe festzustellen. Gerüchte besagen, es seien 140. Das erscheint den Anwesenden auf der Jahreshauptversammlung zu wenig. Leider ist die tatsächliche Zahl nicht überliefert.

Mahnung

Den jungen Gesellen anno 1954 schreibt Obermeister Bierther bei der Lossprechung folgendes ins Stammbuch: „In ihrem Vorwärtsstreben sollten die jungen Gesellen durch Tüchtigkeit das Vertrauen ihres Meisters erwerben, damit sie einmal selbst als tüchtige Meister die Möglichkeit einer selbstständigen Existenz haben. Sie sollten bei ihrer Arbeit auch bedenken, dass ihnen große Sachwerte anvertraut seien und dass jede Nachlässigkeit, besonders bei der Gasinstallation, leicht schwere Folgen haben könnten.“

1954 Gasexplosionen

Im Protokoll der Jahreshauptversammlung finden sich folgende, stichpunktartige Notizen: „Frage der Unglücksfälle in Köln (Gasexplosion) – Berichtigung, dass kein Verschulden der Gasarbeiter vorliegt (Bauer, Rhenag). Unsachliches Verhalten! (Elektrokonkurrenz). Einschienige Versorgung! Methoden der Ausschreibung. Schlechte Ausschreibungen. Förderung von Aufklärung und Abwehrmaßnahmen durch die Rhenag und größere Firmen! Propangasproblem: Keine gesetzlichen Schutzbestimmungen zur Verteilung und Installation. Maßnahmen unbedingt notwendig. Schmutzkonkurrenz in Toisdorf.

1953 Werbung in eigener Sache

In diesem Jahr macht man für die Innungsversammlung folgendermaßen Werbung: „Das Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk des Siegkreises weiß ganz besonders auch die Pflege der Kameradschaft und Berufszugehörigkeit zu schätzen. Darum ist die Innung stets darauf bedacht, den Mitgliedern innerhalb des schönen Siegkreises Gelegenheiten hierzu im Rahmen von kurzen Innungsversammlungen zu geben.“

Beste Ausbildung

In demselben Protokoll heißt es an anderer Stelle: „Vielseitigkeit des Berufes bedingt beste Ausbildung. Gute Fachausbildung in der Berufsschule vorhanden!“ Der Lehrlingswart schickt die jungen Gesellen in diesem Jahr mit dem Spruch in die Welt: „Freiheit, aber auch Verantwortung! Leistung gegen Entgelder!“

1951 Zeitzeichen

Im Protokoll einer Innungsversammlung findet sich folgende kurze Eintragung, die die Bedingungen der Nachkriegzeit anschaulich zeigt: „Die augenblickliche Lage im Handwerk: Rohstoffnöte – Kohlenschwierigkeiten – Kreditfragen – Lohnstreitigkeiten – Steuerfragen – Kalkulationsprobleme.“

Innungsarbeit

Der Stolz, zur Innung zu gehören, drückt sich in einem Protokoll der Kreis-Tagung der Innung in diesem Jahr eindrucksvoll in folgendem Satz aus: „Die Innungsarbeit, getragen von echter Zunfttradition, sei Voraussetzung jeglicher handwerklicher Tätigkeit, ja der handwerklichen Existenz überhaupt.“

Heimkehrer

Noch in diesem Jahr kann der Obermeister bei Versammlungen neben den Mitgliedern immer wieder auch „Heimkehrer“ begrüßen. Die Kriegsfolgen sind noch lange nicht ganz behoben.

1950 Politik

Im Protokoll einer Innungsversammlung in diesem Jahr steht der Satz: „Politische Betätigung notwendig.“

1949 Schwarzarbeit

Von Anfang an war die Schwarzarbeit immer Thema diverser Sitzungen. Seit 50 Jahren spricht man sich gegen sie aus: „Bekämpfung notwendig.“

1948 Preise, Urlaub, Löhne

Löhne waren niedrig damals – im reinen Zahlenvergleich selbstverständlich. Eines der ältesten erhaltenen Dokumente der Innung listet die Löhne genau auf:

„ 1. Gesellenjahr 0,60 Reichsmark, 2. und 3. Jahr 0,75 Reichsmark, 4. und 5. 0,90, im 6. 1 Reichsmark + Leistungszulage.“ Urlaubsansprüche waren verhältnismäßig bescheiden: „Bis 18. Lebensjahr 15 Tage, vom 18. bis 30. Lebensjahr 12 Tage über 30 Jahre 15 Tage, über 15 Jahre im Betrieb 2 bis 3 Tage zusätzlich.“ Die damaligen Preise sind ebenfalls eine Erinnerung wert, auch weil sie ein Schlaglicht auf die damalige Arbeitsweise werfen: „Walzblei – 2,30 Reichsmark, Lötzinn 25% - 6 Reichsmark, 30% - 6,50 Reichsmark, 33% - 7 Reichsmark. Zinkpreis – 1,80 Reichsmark pro Kilogramm.“

Erste Versammlung

Das älteste erhaltene Dokument stammt aus dem Jahre 1945 und verzeichnet die wahrscheinlich erste Innungsversammlung nach dem Krieg. Sie fand am 23. Oktober in Siegburg statt. Albert Bierther, Siegburg, wurde an diesem Tag als erster Nachkriegs-Obermeister gewählt. Peter Monschau aus Königswinter wurde Stellvertreter. Der letzte Satz des Protokolls zeigt, wie es im besetzten Deutschland zuging und unter welchen Bedingungen die Handwerker ihre Arbeit wieder aufnehmen mussten: „Kölschbach, Dattenfeld; Laden und Wohnung von Belgiern beschlagnahmt.“

1945 Aktenmangel

Sicherlich hat es auch vor 1945 Innungsversammlungen und entsprechende Protokolle und Unterlagen gegeben. Die sind aber heute leider unauffindbar und sehr wahrscheinlich während des Krieges abhanden gekommen. Deshalb beschränkt sich diese Chronik auf die Zeit von 1945 bis 1997. Hier war sie vor allem angewiesen auf die entsprechenden Ordner der Kreishandwerkerschaft und kann im Wesentlichen nur das wiedergeben, was dort abgeheftet ist. In einem Protokoll aus dem Jahre 1949 findet sich das Wort „400 Jahrfeier“. Nähere Erläuterungen werden dazu leider nicht geboten.

1925 Gründung

Trotz der allgemein schlechten Wirtschaftslage im Rheinland, es wurden in dem Jahr beim Amtsgericht Bonn 139 Anträge auf Konkurseröffnung und 12.000 Zahlungsbefehle gestellt, wurde am 19.Juni im Rathaus die Bonner Innung selbstständiger Installateure und Klempner konstituiert. Zum Obermeister wurde Albert Dieckmann aus Bonn-Poppelsdorf gewählt.


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